Joomla Inhalte auf WordPress übertragen

fg-wordpress-plugin-logoWie wir bereits im letzten Artikel geschrieben hatten, sind die Wechsel der Major-Versionen bei Joomla alles anderes als benutzerfreundlich. Diese Erfahrung zieht sich bereits seit vielen Jahren wie ein roter Faden durch die Versionsgeschichte des ehemals äußerst beliebten Content Management Systems. Benutzer der ersten Stunden können sich noch an den jeweils großen Aufwand erinnern, der mit den Sprüngen von Joomla 1.0.x auf 1.5, von Version 1.5 auf 2.5 und dann von Joomla 2.5 auf 3.3.x verbunden waren. Da die Wahrscheinlichkeit eher gering ausfällt das sich dies in absehbarer Zeit ändern wird – die wechselnden Core-Entwickler hatten bei praktisch jeder Migration von einer einmaligen Ausnahme gesprochen – machen sich immer mehr Joomla Anwender Gedanken wie Sie auf ein anderes System wechseln können. Auch vor dem Hintergrund der nicht unerheblichen Kosten, die mit jeder Migration verbunden sind. Zumindest wenn das Projekt nicht nur aus einem reinen Joomla besteht und zusätzlich auch noch Erweiterungen übernommen und Templates angepasst werden müssen. Auch im Sinne unserer Kunden haben wir uns deshalb auf die Suche nach einen guten Konverter gemacht.

Fest zeitgleich mit Joomla gelang auch WordPress in das Licht der breiten Öffentlichkeit, und wurde wegen seiner einfachen Bedienung, Aufbau und Funktionen vor allem für kleinere Webseiten empfohlen, bei denen der Besitzer einfach nur unkompliziert „Schreiben“ wollte. Durch die klare Ausrichtung als Blog bot sich dies selbstverständlich an. Das man ein WordPress durch unzählige Plugins ebenso gut wie ein Joomla erweitern konnte bemerkten viele Anwender teilweise aber erst später. Einen guten Namen (im Vergleich zu Joomla) machte man sich aber vor allem mit den unkomplizierten Updates, die praktisch immer mit einem einzigen Klick aus dem Backend heraus vorgenommen werden konnte. Kein Allheilmittel auf anspruchsvollen und komplizierten Projekten, aber durchaus praktikabel und ein großes Pluspunkt zu den teil komplizierten Migrationen bei Joomla.

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Deshalb haben wir ein wenig im Zusammenhang mit WordPress recherchiert und sind auf einen guten Konverter gestossen, mit dem sich die Inhalte eines Joomla in das WordPress überführen lassen. Unter dem Namen „FG Joomla to WordPress“ überträgt das Plugin bereits in seiner kostenlosen Form alle Beiträge, Kategorien, Bilder und Meta-Keyword (werden zu Tags umgewandelt). In der Mehrzahl der Fälle dürfte dies bereits ausreichen wenn man sich anschließen für eines der vielen Templates entscheidet und die Module als „Widgets“ neu anlegt. Wem dies nicht reicht, der kann für zusätzlich knapp 25,- Euro auf eine Pro-Variante zurückgreifen, die ebenfalls alle Benutzer mit Ihren Passwörtern, Menüpunkte und andere Daten umwandeln kann. Ebenfalls stehen weitere Plugins bereit mit denen sich auch ein Kunena, K2, dem VirtueMart, Phoca Gallery, JoomGallery, Docman, ZOO und anderen bekannten Erweiterungen, hin zu Alternativen unter WordPress umstellen lassen.

Besonders interessant dürfte dieser Weg aber für alle jene Anwender sein, die im Moment noch auf einem Joomla 1.0.x oder Joomla 1.5.x „festhängen“ und mehrere Versionen zu überspringen hätten. Denn das „FG Joomla to WordPress“ macht hier kaum Unterschiede und kann die Daten auch aus älteren Webseiten „retten“. Etwas, für das die Joomla Entwickler selbst offensichtlich keinen guten Grund sahen. Den Start ab Joomla 1.0 oder Mambo 4.5.x gibt es allerdings erst in der kostenpflichtigen Variante.

Mehr Informationen zum „FG Joomla to WordPress“ und dessen Nutzung findet Ihr auf der Projektseite der Entwickler. Mehrere Datenbanken für eine parallele Installation des WordPress sind ab dem „SK Smart“ Tarif möglich, ausserdem liegen hier das PHP-Memory Limit und die Ausführungszeit für Skripte höher, was den Anforderungen des Plugins entgegen kommen.

PS: Gute und günstige Templates für das neue WordPress gibt es beispielsweise bei Themeforest.

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