Vorsicht bei der Migration von Joomla 2.5.x auf Joomla 3.3.6

joomla3-logoBedingt durch das kurzfristig angekündigte Ende des Supports für Joomla 2.5.28 durch einen Hinweis der Entwickler im Backend nach dem Update, machen sich bereits die erste Kunden daran Ihre Projekte auf Joomla 3.3.6 umzustellen. Das dies entgegen der damaligen Ankündigungen alles anderes als trivial und einfach von der Hand geht, bemerkt man aber leider erst zu spät. Denn über den Umstand das bereits ein einziges inkompatibles Plugin das Upgrade unterbricht, und ein defektes Joomla hinterlässt, wird offensichtlich nur sehr unzureichend kommuniziert. Und ob wirklich jeder Bestandteil des eigenen Projekts zu 100% kompatibel ist, kontrollieren nur die wenigsten Anwender. Also laufen Nutzer reihenweise in die Falle und müssen auf (hoffentlich vorhandene) Sicherungen zurückgreifen.

Ebenfalls ist kaum zu vermitteln, warum in den Einstellungen eines Joomla vom Langzeit-Support (stabil und für den produktiven Betrieb ausgelegt) auf den Kurzzeit-Support (für Anwender die gerne experimentieren) umgeschaltet werden muss, damit das Upgrade auf Joomla 3.3.6 angezeigt wird. Auch die Update-Politik als solches hat inzwischen mehrere „Änderungen“ erfahren und das ehemals als Ablösung angekündigte „stabile“ Joomla 3.5 wird es in dieser Form wohl nicht geben.

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Wichtig ist es vor dem Upgrade von Joomla 2.5.28 auf Joomla 3.3.6 eine vollständige Sicherung des Systems anzufertigen, inklusive der MySQL-Datenbank und aller Dateien. Am einfachsten geht dies über die integrierte Backup-Funktion des Confixx oder Plesk. Meldet der Server das die nötigen Arbeiten abgeschlossen wurden kann man mit dem kostenlosen Akeeba Backup eine installierbare Kopie des Projekts anfertigen und in einem eigenen Verzeichnis, sowie einer Subdomain installieren und daran das Upgrade auf Joomla 3.3.6 testen. Beachtet hierbei aber bitte, dass ein unvollständiges Upgrade auf auf Joomla 3.3.x Tabellen in der Datenbank zurücklässt, die jeden weiteren Upgrade-Versuch unterbinden und mit einer Fehlermeldung abbrechen. Da Akeeba diese zusätzlich Tabellen beim Rückspielen der Datenbank nicht entfernt – da diese ja nicht zum „alten“ Joomla gehören – ist der Fehler auch unter dem „Akeeba-Backup-Problem“ bekannt.

 

joomla-kurzzeitsupportLäuft die Kopie des Joomla 2.5.28 kann man sich auf die Suche nach Updates für alle installierten Erweiterungen, Plugins, Module und dem Template machen. Teilweise bieten die Entwickler in diesem Kontext Kombi-Pakete an die sowohl unter Joomla 2.5.x, als auch unter Joomla 3.3.x lauffähig sind. Dieses machen bei der Umstellung praktisch keine Probleme. Knifflig wird es, wenn Entwickler getrennte Versionen anbieten, die mal de-installiert, mal deaktiviert, mal migriert werden müssen. Das genaue Vorgehen kann sich hierbei stark unterscheiden und man muss sich die Informationen oft mühsam in Foren oder den Projektseiten anlesen. Bei einigen Bestandteilen von Phoca ist es beispielsweise notwendig, nach dem Upgrade manuelle Befehle in der Datenbank abarbeiten zu lassen, damit Einträge ins richtige Format gebracht werden. Wer sich hier noch nie mit PHPMyAdmin oder einem Datenbank-Präfix beschäftigt hat, kann schnell dafür sorgen das nichts mehr geht. Eine Hürde die eigentlich nicht notwendig wäre, wenn ein entsprechender Check bei der Installation laufen würden. Aber dies ist eben leider nicht vorgesehen.

Deshalb ist es besonders wichtig das Upgrade von Joomla 2.5.x auf Joomla 3.3.6 nicht direkt auf einer produktiv laufen Seite zu starten, sondern hierfür die bereits genannten Kopie mit eigener Datenbank zu verwenden. Kunden die die nötigen Arbeiten nicht selbst vornehmen möchten – oder keine Zeit haben sich hier umfangreich einzuarbeiten – denen steht selbstverständlich wieder unser CMS Service zur Verfügung.

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